Warum TRAFIK?


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Die TRAFIK ist eine österreichische Institution.

Es gibt dort Tabakwaren, nationale und internationale Presse, Lotto- und Parkscheine, Ansichts- Glückwunsch- bis Beileidspostkarten. Früher gab es hier Stempelmarken. Zwischen Vertragsvordruck und Zigarillo, zwischen Fahrschein und Rubbellos: auf wenigen Quadratmetern öffnet sich nicht weniger als eine Welt. Neben den Lockstoffen einer meist vergeblichen Hoffnung auf das große Glück liegen staubtrocken die Zugangscodes zur bürokratischen Ordnung, zum Behördenverkehr.

Unhintergehbar klingt also noch in der kleinsten, krude sortierten TRAFIK an, was als TRAFFIC die Welt im Innersten zusammenhält: Verkehr. Alle motorisierten, digitalisierten, tonnenschweren, grammweisen, legalen, illegalen bis immateriellen Spielarten des Waren- Personen- und Datenumschlags.

Zwischen der lokalen Institution und der globalen Konzeption vermittelt nicht zuletzt ein Wort: TRAFIK. In der Sprache und in den Begriffen Zusammenhänge erst zu stiften und in die Welt hineinzutragen ist das tägliche Geschäft der Geistes- und Kulturwissenschaft.

Der programmatische Titel der Wiener Arbeitsgespräche zur Kulturwissenschaft, TRAFIK, lädt also ein, derart Allerkleinstes und Allergrößtes, Abstraktes und Konkretes konzeptionell zusammenzudenken: In den meist übersehenen, lokalen Praktiken die weite Welt zu entdecken, und gleichzeitig die großen Konzepte der Medien- Kultur- und Geschichtswissenschaft immer auch auf ihre materiale, nicht zuletzt im weitesten Sinn verkehrswissenschaftliche Grundlage hin zu befragen und zu erden.

In der TRAFIK sollen aber auch Zusammenhänge gestiftet werden zwischen Institutionen, die sich derart kulturwissenschaftlichen Praktiken ohnehin verpflichtet fühlen, denen aber in Wien der kleinteilige Ort, das Relais, die TRAFIK eben, zu fehlen scheint, an dem von Zeit zu Zeit der Blick durch die gemeinsam drall gefüllten Regale wandern mag. Auch hier versteht sich TRAFIK als programmatische Einladung. Vorhandenes soll ohne großen Eingriff in die Produktion kleinteilig verschaltet, verhandelbar, eben TRAFIKABEL werden. Den bestehenden Kraftzentren der Wiener Kulturwissenschaft soll ein Raum, sollen Veranstaltungsformen geboten werden, die jeweiligen Forschungen gemeinsam auszuloten.

Mindestens zweimal jährlich ein Symposion auszurichten, Räume des Wissens zu erkunden, mit den altgedienten Praktiken des Vortrags, des Schreibens und des Zeigens wieder zu experimentieren, erscheint als realistisches Vorhaben.

Im Zentrum der TRAFIK steht die transitorische Veranstaltung, mehr oder weniger formelle Formen der Publikation des Angebotenen, als eigenes Preprint oder im Rahmen bestehender Reihen würden der Wahrnehmbarkeit der Veranstaltung gut tun. Diese Online-Dokumentation der bisherigen Workshops ist ein erster Schritt dahin.

Wir freuen uns auf gute Zusammenarbeit.

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Die TRAFIK wird unterstützt vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung

TRAFIK

Wiener Arbeitsgespräche zur Kulturwissenschaft


c/o Thomas Brandstetter, Karin Harrasser, Benjamin Steininger, Christina Wessely
Pulverturmgasse 16/13
1090 Wien

Warum TRAFIK?


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Die TRAFIK ist eine österreichische Institution.

Es gibt dort Tabakwaren, nationale und internationale Presse, Lotto- und Parkscheine, Ansichts- Glückwunsch- bis Beileidspostkarten. Früher gab es hier Stempelmarken. Zwischen Vertragsvordruck und Zigarillo, zwischen Fahrschein und Rubbellos: auf wenigen Quadratmetern öffnet sich nicht weniger als eine Welt. Neben den Lockstoffen einer meist vergeblichen Hoffnung auf das große Glück liegen staubtrocken die Zugangscodes zur bürokratischen Ordnung, zum Behördenverkehr.

Unhintergehbar klingt also noch in der kleinsten, krude sortierten TRAFIK an, was als TRAFFIC die Welt im Innersten zusammenhält: Verkehr. Alle motorisierten, digitalisierten, tonnenschweren, grammweisen, legalen, illegalen bis immateriellen Spielarten des Waren- Personen- und Datenumschlags.

Zwischen der lokalen Institution und der globalen Konzeption vermittelt nicht zuletzt ein Wort: TRAFIK. In der Sprache und in den Begriffen Zusammenhänge erst zu stiften und in die Welt hineinzutragen ist das tägliche Geschäft der Geistes- und Kulturwissenschaft.

Der programmatische Titel der Wiener Arbeitsgespräche zur Kulturwissenschaft, TRAFIK, lädt also ein, derart Allerkleinstes und Allergrößtes, Abstraktes und Konkretes konzeptionell zusammenzudenken: In den meist übersehenen, lokalen Praktiken die weite Welt zu entdecken, und gleichzeitig die großen Konzepte der Medien- Kultur- und Geschichtswissenschaft immer auch auf ihre materiale, nicht zuletzt im weitesten Sinn verkehrswissenschaftliche Grundlage hin zu befragen und zu erden.

In der TRAFIK sollen aber auch Zusammenhänge gestiftet werden zwischen Institutionen, die sich derart kulturwissenschaftlichen Praktiken ohnehin verpflichtet fühlen, denen aber in Wien der kleinteilige Ort, das Relais, die TRAFIK eben, zu fehlen scheint, an dem von Zeit zu Zeit der Blick durch die gemeinsam drall gefüllten Regale wandern mag. Auch hier versteht sich TRAFIK als programmatische Einladung. Vorhandenes soll ohne großen Eingriff in die Produktion kleinteilig verschaltet, verhandelbar, eben TRAFIKABEL werden. Den bestehenden Kraftzentren der Wiener Kulturwissenschaft soll ein Raum, sollen Veranstaltungsformen geboten werden, die jeweiligen Forschungen gemeinsam auszuloten.

Mindestens zweimal jährlich ein Symposion auszurichten, Räume des Wissens zu erkunden, mit den altgedienten Praktiken des Vortrags, des Schreibens und des Zeigens wieder zu experimentieren, erscheint als realistisches Vorhaben.

Im Zentrum der TRAFIK steht die transitorische Veranstaltung, mehr oder weniger formelle Formen der Publikation des Angebotenen, als eigenes Preprint oder im Rahmen bestehender Reihen würden der Wahrnehmbarkeit der Veranstaltung gut tun. Diese Online-Dokumentation der bisherigen Workshops ist ein erster Schritt dahin.

Wir freuen uns auf gute Zusammenarbeit.

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Die TRAFIK wird unterstützt vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung

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c/o Thomas Brandstetter, Karin Harrasser, Benjamin Steininger, Christina Wessely
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